WestLB darf nicht spekulativ, sondern muss regional und ökologischer handeln

Die Bestrebungen verschiedener politischer Kräfte auf eine zügige Veräußerung des Landesanteils an der Westdeutschen Landesbank sieht die ödp NRW äußerst kritisch.

„Dazu sind die aktuellen Regelverstöße im Aktiengeschäft der WestLB ebenfalls nicht akzeptabel“, so der Landesvorsitzender der ödp NRW Gerd Kersting. „Die WestLB muss staatlich bleiben, damit das Unternehmen wieder auf ihre Kernaufgaben in NRW zurückgeführt werden kann und gleichwohl weniger Spielraum für Aktienspekulationen möglich ist. Eine wesentliche Aufgabe der WestLB, kleine und mittelständische Betriebe in der Region mit günstigen Krediten zu versorgen, ist durch solch skandalöse Aktiengeschäfte gefährdet“, so Kersting weiter.

 

Zudem engagiere sich die WestLB immer häufiger im Ausland und investiere seit Mitte der 1990er Jahre mit ca. 40 % ihres Kreditvolumens für Projektfinanzierungen in klimaschädliche Bereiche wie Erdöl, Gas, Erdölchemie, Bergbau und Kohlekraftwerke. „Sie ist damit zu einem der größten Klimaschutz-Hemmnisse in NRW geworden“, bemängelt Gerd Kersting.

 

Angesichts des drohenden Klimawandels und dem bevorstehenden Ausstiegs aus dem deutschen Steinkohlebergbau fordert die ödp daher die WestLB auf, „ihr Kreditengagement für den mancherorts anstehenden Strukturwandel einzusetzen sowie verstärkt Energiesparmaßnahmen und erneuerbare Energieträger zu unterstützen“.

 

 

gez. Sieglinde Nowak

Stellvertretende ödp-Landesvorsitzende

 


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