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Pressemitteilung

Spatenstich in die Katastrophe?

Rheinwasser für Tagebaue: ÖDP NRW warnt vor neuen ökologischen Risiken

Zum heutigen Spatenstich für die Rheinwasserleitung zur Flutung der Tagebaue erklärt der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP):

Die geplante Ableitung großer Wassermengen aus dem Rhein zur Befüllung der Tagebaue Hambach und Garzweiler ist aus ökologischer Sicht hoch problematisch. In Zeiten zunehmender Dürreperioden und sinkender Pegelstände darf ein ohnehin belastetes Flusssystem nicht zusätzlich unter Druck gesetzt werden.

Hier droht ein klassischer Zielkonflikt: Die Folgen jahrzehntelanger Naturzerstörung sollen durch neue Eingriffe in empfindliche Ökosysteme behoben werden“, so der stellvertretende Kreis- und Landesvorsitzende Frank Schulz. Besonders kritisch sei der langfristige Wasserbedarf über Jahrzehnte hinweg sowie die ungewisse ökologische Qualität der entstehenden Restseen.

Die ÖDP fordert daher:

  • Ein sofortiges Moratorium für Rheinwasser-Entnahmen bei Niedrigwasser

  • Strenge, unabhängige Umweltkontrollen mit vollständiger Transparenz

  • Vorrang für alternative Wasserquellen und regionale Kreislauflösungen

  • Konsequente Anwendung des Verursacherprinzips zulasten der Energiekonzerne

Renaturierung darf nicht zur Verlagerung ökologischer Schäden führen. Der Schutz unserer Flüsse und Lebensräume muss oberste Priorität haben.“ meint Frank Schulz.

Die ÖDP NRW fordert Bund und Land auf, das Projekt grundlegend zu überarbeiten und an den Herausforderungen der Klimakrise auszurichten.

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