Pressemitteilung
Photovoltaik an Sonn- und Feiertagen abschalten?
Diese Forderung einzelner Experten war heute zu lesen. Die ÖDP hält dies für ein energiepolitisches Unding
Die Forderung einzelner Experten, Photovoltaik-Anlagen an Sonn- und Feiertagen abzuschalten, stößt bei der ÖDP auf deutliche Kritik. Aus Sicht der Partei ist ein solches Vorgehen ein energiepolitisches Unding und ein völlig falsches Signal für die Energiewende. Wer solche Forderungen stellt hat das Ziel der Energiewende einfach nicht verstanden.
„Überschüsse aus Solarstrom sind kein Problem, sondern ausdrücklich erwünscht. Sie zeigen, dass der Ausbau erneuerbarer Energien prinzipiell funktioniert“, erklärt der stellvertretende Kreis- und Landesvorsitzende Frank Schulz. Das eigentliche Problem liege nicht in zu viel Solarstrom, sondern im jahrelangen Versäumnis der regierenden Politik, ausreichend Speichertechnologien aufzubauen.
Statt saubere Energie abzuregeln, brauche Deutschland endlich leistungsfähige Speicheranlagen, die überschüssigen Strom aufnehmen und in Zeiten von Dunkelflauten – also bei wenig Sonne und Wind – wieder zuverlässig ins Netz einspeisen können. Die dafür erforderlichen Techniken gibt es bereits. Diese gilt es zu fördern, und nicht alleine den weiteren Ausbau von Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen zu forcieren. "Ein Überbrücken der wind- und sonnearmen Zeiten mit den noch zu errichteten Gaskraftwerken ist der völlig falsche Weg. Diesen lehnen wir ab." betont Frank Schulz.
Nur mit einem konsequenten Ausbau von Speichern könne eine flächendeckende, sichere und bezahlbare Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen dauerhaft gelingen. Wer Photovoltaik-Anlagen abschalten wolle, bekämpfe nicht die Ursache des Problems, sondern verhindere den notwendigen Fortschritt.
Die ÖDP fordert deshalb einen deutlichen politischen Schwerpunkt auf den Ausbau von Speicherinfrastruktur statt auf kurzfristige Abschaltdebatten.
„Abschalten ist keine Lösung – Speichern ist die Antwort“ meint Frank Schulz.
