Pressemitteilung
ÖDP NRW kritisiert Olympiabewerbung
Infrastruktur darf kein Nebenprodukt sein, verbunden mit der Ausrichtung eines Prestigeprojekts
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen übt scharfe Kritik an den Bürgerentscheiden zur möglichen Olympiabewerbung.
„Die geringe Wahlbeteiligung wirft Fragen nach der demokratischen Legitimation eines derart weitreichenden Vorhabens auf“, erklärt der stellvertretende Kreis- und Landesvorsitzende Frank Schulz. Besonders kritisch sieht die Partei die politische Argumentation, notwendige Investitionen in die öffentliche Infrastruktur an die Ausrichtung Olympischer Spiele zu koppeln.
„Straßen, Brücken und ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr sind Grundpfeiler der öffentlichen Daseinsvorsorge – sie dürfen nicht von einem milliardenschweren Sportgroßereignis abhängig gemacht werden“, so Frank Schulz weiter. Ein Milliardenprojekt wie Olympia verschlingt öffentliche Gelder mit einem hohen Risiko.
Erfahrungen aus früheren Austragungsorten zeigen, dass Olympische Spiele häufig mit erheblichen Kostensteigerungen und langfristigen finanziellen Belastungen für die öffentliche Hand verbunden sind. Gleichzeitig bleibt der versprochene nachhaltige Nutzen für die breite Bevölkerung oft hinter den Erwartungen zurück, zumal die Erträge primär in die Taschen internationaler Organisationen und privater Leute fließen.
Die ÖDP fordert daher eine klare Prioritätensetzung: Öffentliche Mittel sollen gezielt, transparent und unabhängig von Prestigeprojekten in die Modernisierung und den Erhalt der bestehenden Infrastruktur investiert werden.
„Eine zukunftsfähige Infrastrukturpolitik braucht keine Olympiabewerbung, sondern politischen Willen und verantwortungsvolle Haushaltsführung“, so das abschließende Fazit des Kreis- und Landesvorsitzenden Jens Geibel.
