Bildung

Bildung ist nicht reines Auswendiglernen, sondern eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung. Eine Politik, die Schulen und Hochschulen nur zur reinen Wissensvermittlung nutzt, ist unzureichend und falsch.
Reformen wie das Turbo-Abitur oder die Umsetzung des Bologna-Prozesses erhöhen den Zeit- und Leistungsdruck so sehr, dass Bildung als persönliche Entwicklung nicht mehr möglich ist.

Daher ist es notwendig die Bildungslandschaft umfassend umzugestalten und auch wieder mehr Freiräume darin zu schaffen.

ÖDP Forderungen zur Bildung

Zweitwohnsitzsteuer abschaffen

Studenten nicht weiter mit unsinnigen Kosten belasten 
Die ÖDP in Nordrhein-Westfalen ist für die Abschaffung der Zweitwohnungssteuer für Studierende in den Kommunen. Zahlreiche Studierende die mit Zweitwohnsitz nahe ihren Universitäten wohnen müssen Zweitwohnungssteuer bezahlen, wenn sie nicht ihren Hauptwohnsitz verlagern. Damit trifft die Steuer jedoch genau die, die meist über geringe Einkünfte verfügen.

 

Vorschulische Erziehung verbessern

 
Die Betreuung in Kitas und Kindergärten muss verbessert werden. Dazu müssen auch besser qualifiziertes Personal wie Hochschulabsolventen zusätzlich in diesen Bereichen eingesetzt werden. Auch das Verhältnis Kinder/Betreuer muss deutlich verbessert werden um eine individuelle Betreuung zu erreichen.
Zudem müssen dem Betreuungspersonal deutlich mehr Möglichkeiten zur Fortbildung durch landesweite Programme gegeben werden.

 

Verpflichtendes letztes Kindergartenjahr

Miteinander Lernen können heißt auch einander verstehen könne 
Damit die Kinder in der Grundschule gemeinsam lernen können sind gewisse vorschulische Grundkenntnisse nötig. Insbesondere müssen alle Kinder vor der Grundschule über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen um ein gemeinsames Lerner zu ermöglichen. Das dritte Kindergartenjahr muss daher verpflichtend sein. Durch weitere Programme sollte auch versucht werden Familien mit Migrationshintergrund zu dem dreijährigen Kindergartenbesuch ihrer Kinder oder Kindersprachkurse zu bewegen, um Sprachbarrieren für ihre Kinder abzubauen.

 

Beitragsfreiheit für das erste Kindergartenjahr

 
Das erste von drei Kindergartenjahren (d.h. das vierte Lebensjahr) soll für die Eltern beitragsfrei sein, um die Motivation für Kinder und Eltern – überhaupt eine Kita aufzusuchen – zu erhöhen.

 

Mobile Reserven für Kindergärten und Schulen

 
Ausfälle von Lehr- und Betreuungspersonal durch längere Krankheiten, Fortbildungen oder Erziehungsurlaube stören oft eine ausreichende Betreuung. Durch einzelne Kindergärten oder Schulen sind diese Ausfälle nur zum Teil auszugleichen. Es müssen dabei „Mobile Reserven“ an Lehr- und Betreuungspersonal gebildet werden um längere Ausfälle zu vermeiden.

 

Waldkindergärten fördern

 
Leider fehlt Kindern oft der Zugang zur natürlichen Lebensumwelt. Dieser wird häufig weder vom Elternhaus, noch von herkömmlichen Kindergärten gefördert. Die virtuelle Welt der Computerspiele kann jedoch den Umgang mit der Natur nicht ersetzen.
Deshalb sind Waldkindergärten zu fördern: Sie bieten Kindern die Möglichkeit, Natur zu erfahren, Tiere in ihrer natürlichen Umwelt zu beobachten, aber auch im Freien zu spielen. Dabei sind Waldkindergärten auch unter finanziellen Aspekten für die Träger dieser Einrichtungen attraktiv: Es bedarf keiner großen Infrastruktur. Unterstellmöglichkeiten bei Extremwetter und Toilettenanlagen reichen aus, um einen Waldkindergarten einzurichten.
Bei konventionellen Kindergärten wäre es ratsam wöchentlich einen Naturtag durchzuführen.

 

Werbeverbot im Bildungsbereich

Bildungseinrichtungen müssen frei von Konsumwerbung sein! 
Die Wirtschaft dringt in zunehmend mehr Lebensbereiche ein. Die ÖDP steht diesem Trend sehr kritisch gegenüber: Wirtschaft und öffentliche Daseinsvorsorge (Schulen, Krankenhäuser etc.), sowie Ämter müssen auch weiterhin getrennt bleiben.