07.11.2017

Klimawandel wird zu einer Milliarde Flüchtlingen führen

ÖDP NRW fordert von der Weltklimakonferenz Verstärkung der Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels


(Münster/Bonn) – Bald eine Milliarde Menschen auf der Flucht, verursacht durch den Klimawandel? Zu diesem Ergebnis kommt die neue Lancet-Studie. Für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) ist dies ein weiterer Grund, die Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu verstärken. Die ÖDP fordert von der Weltklimakonferenz in Bonn eine klare und eindeutige Weichenstellung zu einem wirksamen Klimaschutz.

Die Untersuchungen zu den Auswirkungen des Klimawandels sind alarmierend. Aufgrund extremer Veränderungen in der Regenentwicklung und in Temperaturveränderungen sind dramatische Verschlechterungen der Lebensmittelversorgung vor allem in weniger entwickelten Ländern zu erwarten. Weiter verschärft diese Situation eine Welthandelsordnung, die den reichsten Ländern die Nahrungsmittelversorgung zu Lasten der ärmeren sichern will. Setzt sich diese Entwicklung fort, ist mit einer Welle bis zu einer Milliarde Flüchtlingen zu rechnen.

Die Lancet-Studie weist darauf hin, dass beispielsweise mit eine Ursache für den Syrienkonflikt die Migration in die Städte darstellt, die durch die vom Klimawandel verursachte Dürre ausgelöst zu sein scheint.

Die Studie führt weiter aus, dass “migration driven by climate change has potentially severe impacts on mental and physical health, both directly and through the disrup-tion of essential health and social services”.

Die Forscher weisen darauf hin, dass die möglichen Auswirkungen dieser Veränderungen auch auf die Gesundheit der Menschen enorm sein könnten.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich die Menschen an einzelne der weni-ger dramatischen Veränderungen anpassen können. Aber für die menschliche Anpassungsfähigkeit an ein sich wandelndes Klima gibt es Grenzen. Werden diese überschritten, ist nicht nur eine Klima-, sondern auch eine menschliche Katastrophe unausweichlich.