Konsequenzen für Brunei

Homosexuellen Männern droht die Todesstrafe durch Steinigung

George Clooney war ja schon immer ein sympathischer Schauspieler. Sein politischer Einsatz macht ihn noch sympathischer. Während deutsche Minister nur mit ein paar „scharfen“ Erklärungen auf die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle in Brunei reagieren, fordert er den Boykott von Hotels. Reiseführer nach Malaysia und Brunei wurden auf der ITB 2019 noch ausgezeichnet, obwohl es auf der Messe schon einen Eklat beim Thema Homosexualität gab.

Deutsche Firmen treiben munter weiter Handel mit Brunei, dessen Sultan auch noch ein deutsches Verdienstkreuz trägt. Ich erwarte von unserer Regierung deutlichere Schritte als nur hohle Worte. Getreu der UN Menschenrechtskonvention, zu denen sich Deutschland und auch meine Partei bekennt:

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Jeder hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.



Carsten Krehl
Landesvorsitzender ÖDP Niedersachsen



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Hintergrund: Das verschärfte Strafrecht auf Grundlage der Scharia ist Anfang April 2019 in Brunei in Kraft getreten. Homosexuellen Männern droht die Todesstrafe durch Steinigung und Frauen, die gleichgeschlechtlichen Sex haben, müssen mit 40 Stockhieben oder zehn Jahren Gefängnis rechnen. Prominente wie Elton John und George Clooney forderten den Boykott der neun Luxushotels im Besitz des Sultanats in Großbritannien, Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten.


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